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29.07.2003 06:21 |
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Minister Stolpe meldet sich zur Stelle |
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Gestern
Eintrag ins goldene Buch - Zusicherung für schnellen Bau der Bundesstraßen |
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Friedrichshafen |
Herr Oberbürgermeister, ich
melde mich zur Stelle!" Mit diesen launigen Worten begrüßte gestern Mittag
Manfred Stolpe, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, auf dem
Flur im Häfler Rathaus Oberbürgermeister Josef Büchelmeier. Die freundliche Anrede verwundert nicht, wenn
man weiß, dass Büchelmeier am Sonntagabend gemütlich
zusammen mit Stolpe in seinem Wohnzimmer saß und sich angeregt sowohl über
politische als auch eher private Themen unterhielt.
Am Sonntagnachmittag waren
der Minister, Büchelmeier sowie die benachbarten
Oberbürgermeister aus Überlingen, Volkmar Weber, und aus Konstanz, Horst Frank,
gemeinsam mit wichtigen Industriekapitänen aus der Zeppelinstadt und der Region
mit dem historischen Raddampfer "Hohentwiel" auf dem Bodensee
unterwegs. Sie erlebten vom strahlenden Sonnenschein bis hin zum Durchzug einer
Gewitterfront die verschiedenen Gesichter des Sees. Während seiner
Informationsfahrt im Süden Deutschlands führte er außerdem Gespräche mit Vertretern
der ZF Friedrichshafen AG sowie der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH.
Gestern trug sich Manfred
Stolpe auch in das "goldene Buch" der Stadt Friedrichshafen ein.
"Respekt und Dank an Deutschlands wichtiges Entwicklungszentrum
Friedrichshafen. Weiterhin Glück und Erfolg", lautete der Eintrag des
Ministers, der zuvor erklärte: "Friedrichshafens Erfolge sind auch
deutsche Erfolge!"
Die Unterschrift im
goldenen Buch war zwar lediglich als Fototermin angekündigt worden. Allerdings
wäre es ein Wunder gewesen, wenn der Verkehrsminister nicht einige Worte über
sein Spezialgebiet verloren hätte. "Wir werden die geplanten
Straßenbauprojekte der Bundesstraße 30 und 31 wie geplant verwirklichen",
versprach der Bundesminister. Das Geld sei dafür vorhanden. "Wir wollen
bauen, wenn die Rechtskraft der Verfahren vorliegt", bekräftigte der
SPD-Bundestagsabgeordnete Rudolf Bindig im Gespräch
mit dem SÜDKURIER. Oberbürgermeister Büchelmeier
ergänzte, dass die Lösung der Verkehrsfragen unter anderem wichtig für die
Stadt selbst, aber auch für die vielen Pendler und nicht zuletzt für eine
funktionierende Messe Friedrichshafen sei.
Neben den Straßenproblemen
war auch der Schienenverkehr ein Thema. Stolpe ließ sich über die Problematik
der Strecke zwischen Ulm und Lindau informieren, wo entsprechende Ausbaupläne
vorliegen. Zunächst müsse dafür gesorgt werden, dass es zur Beschleunigung des
Bahnverkehrs sinnvolle Ausweichstrecken gibt.